Rhizombildende Bambusarten bilden nur wenige Wurzeln im eigentlichen Sinne aus, sondern sogenannte Rhizome. Dabei handelt es sich um unterirdisch verlaufende Sprosse, die von der Pflanze zur Speicherung von Nährstoffen sowie zur selbstständigen Vermehrung genutzt werden. Je nach Art und Sorte des Bambus‘ können die Rhizome bis zu einen Meter tief in die Erde wachsen.
Da es von Jahr zu Jahr immer schwieriger und arbeitsintensiver wurde, die sich unkontrolliert ausbreitenden Rhizome zu entfernen wurde von uns der Entschluß gefasst, den Bambus komplett zu entfernen.
Im ersten Schritt wurden alle Bambusstangen mit einer Astschere abgeschnitten. Weil kaum noch Erde vorhanden war, bestand der Boden nur noch aus steinhartem Wurzelgeflecht. Die Fläche hätte eigentlich mit einem Minibagger ausgehoben werden müssen, was aus Platzgründen aber nicht möglich war. Außerdem waren an dieser Stelle auch Erdkabel unserer Gartenbeleuchtung verlegt, die ins Gartenhäuschen führten. Um diese nicht zu beschädigen, mußte das "Ausbuddeln" der Wurzel und den davon ausgehenden Rhizomen in schweißtreibender Handarbeit erfolgen.
Ausgerüstet mit Spaten,Brecheisen und Bohrhammermeisel ging es an die schweißtreibende Arbeit. Alle unterirdischen Rhizome über 5cm Länge wurden ausgegraben bzw.entfernt um ein Austreiben neuer Bambustriebe zu verhindern.Trotz sorgfältiger und akribischer Vorgehensweise bei der Arbeit wurde ein Erdkabel beschädigt, dass jedoch mit einer Verbindungsmuffe für Erdkabel wieder repariert werden konnte. Nach 4 Tagen körperlicher Anstrengung und 9 Müllsäcken gefüllt mit Rhizome und Wurzelreste war unser Garten endlich bambusfrei.
Die Kabel wurden möglichst am äußersten Rand der Mulde gelegt, um eine größere Pflanzfläche zu erhalten.
Nun konnte damit begonnen werden, die entstandene Mulde wieder mit neuer Erde aufzufüllen um eine neue Beflanzung vorzunehmen."Aus dem fernen China kommt der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch. Seine Vorblüte entwickelt er im Juni, die Hauptblüte folgt von August bis Oktober. Rahmweiß, mit kleinem weißen Kelch zeigen sich die duftenden Blüten, die in Rispen zusammensitzen. Die Fruchtstände präsentieren sich rosa bis tief purpur, was äußerst dekorativ wirkt. Es handelt sich bei den Früchten um kleine und längliche Nüsse/Samen (5-6 mm groß), die zu Beginn von purpurfarbenen Kelchblättern umgeben sind. Die Belaubung des auffälligen Spätherbstblühers mit dem geheimnisvollen Namen besteht aus eiförmigen, dunkelgrünen Blättern mit herzförmigen Basis. Frisch entwickelte Triebe haben eine graugrüne Farbe, ältere sind gelbbraun bis braun. Er verfügt über eine sehr gute Winterhärte und verträgt Trockenheit, die aber nicht zu lange andauern darf."
Um diesen Strauch (eigentlich ein Baum) wurden dann Stauden und Sträucher gepflanzt.