Bewertung Messergebnisse, weitere Betrachtungen

Energieverbrauchsanteile

Die einzelnen Energieverbrauchssektoren wurden dargestellt. Interessant ist natürlich ein Vergleich dieser Verbräuche. Abb. 24 zeigt diesen Vergleich. So ist zunächst erkennbar, dass der Gesamtenergieverbrauch im Norden höher als im Süden ist (Größe des Kuchendiagramms). Die Heizenergie hat bei beiden Fällen etwa einen Anteil von 50% am Gesamtenergieverbrauch. Auffällig ist, dass die Warmwasserbereitung der Nordsiedlung einen im Vergleich zur Südsiedlung überproportionalen Anteil am Gesamtverbrauch hat. Die Ursache hierfür wird später noch erläutert.

Eingesetzte Primärenergie

Mit Hilfe der Primärenergiefaktoren wird in Abb. 25 die für das Jahr 2001 zur Energieversorgung bereitgestellte Primärenergie dargestellt. Die Gegenüberstellung der Werte, ohne solare und mit solarer Nutzung (SN), ermöglicht eine relative Einschätzung der Einsparung durch die solare Erzeugung.

Das wichtigste Ergebnis dieser spezifischen Darstellung (bezogen auf m² Nutzfläche) ist, dass der Elektroverbrauch, primärenergetisch betrachtet, die höchste Verbrauchsposition sowohl in der Nordsiedlung als auch in der Südsiedlung darstellt. Dieser Umstand wurde bereits während der Projektlaufzeit berücksichtigt und erhebliche Aufklärungsarbeit zum Stromverbrauch, z.B. durch entsprechende Beiträge im Solarbrief, geleistet. Darüber hinaus wurden den Bewohnern Steckdosenmessgeräte zur Verfügung gestellt, mit denen sie ihren Stromverbrauch analysieren konnten. Zu berücksichtigen ist, dass sich, wie bereits ausgeführt, der Heizwärmeverbrauch im Norden der Siedlung nach dem dritten Jahr um ca. 30% reduziert hat, wobei sich natürlich auch der Primärenergieverbrauch um ca. 30% reduziert.

Erkennbar ist tendenziell ebenso, das die geforderten solaren Deckungsraten bei der Photovoltaik von 33% sowohl im Norden als auch im Süden unterschritten werden, was nicht der ggf. zu geringen PV-Stromerzeugung zuzuschreiben ist, sondern alleine durch den relativ hohen Verbrauch zustande kommt. Die geplante solare Deckungsrate von 60% bei der Warmwasserbereitung wird im Süden geringfügig, im Norden erheblich verpasst.

 
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